Komplexe Transformations- und Innovationsvorhaben benötigen mehr als technologische Entwicklung: prozessbegleitende Datenerhebung, Analysen und wissenschaftliche Einordnungen unterstützen strategische Reflexion und gezieltes Nachjustieren im Prozess; wirksame Transferpfade erhöhen Impact und Sichtbarkeit von Innovationen. Das Fraunhofer IRB begleitet Projekte an der Schnittstelle von Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Gesellschaft und unterstützt dabei, Erkenntnisse systematisch zu gewinnen, einzuordnen und für die Praxis nutzbar zu machen.
Wissenschaftliche Begleitforschung verbindet Analyse, Reflexion, Wirkungsorientierung und Transfer. Sie macht sichtbar, welche Rahmenbedingungen Innovationen fördern oder hemmen, wie Kooperations- und Pilotformate funktionieren, welche regulatorischen, organisatorischen oder wirtschaftlichen Fragen relevant werden und wie sich Projektergebnisse auf weitere Kontexte übertragen lassen.
Unser Angebot
- Konzeption und Durchführung wissenschaftlicher Begleitforschung für Innovations-, Transformations- und Transferprojekte
- Analyse regulatorischer, organisatorischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen
- Entwicklung von Indikatoren, Wirkungslogiken und Evaluationsdesigns für laufende Vorhaben
- Begleitung von Pilotprojekten, Reallaboren, Demonstratoren und Transferformaten
- Aufbereitung von Erkenntnissen in Fallstudien, Leitfäden, Handlungsempfehlungen, Policy Briefs und Transfermaterialien
- Unterstützung beim Aufbau von Innovationsnetzwerken, Pilotpartnerstrukturen und Kooperationsformaten
Schwerpunkte
- Regulatorik und Governance: Analyse von rechtlichen, administrativen und institutionellen Rahmenbedingungen sowie Identifikation von Hemmnissen und Gestaltungsspielräumen.
- Innovation und Pilotierung: Unterstützung bei der Suche nach Pilotprojektpartnern, Strukturierung von Pilot- und Transferformaten.
- Skalierung und Transfer: Untersuchung der Übertragbarkeit von Lösungen auf weitere Standorte, Organisationen oder Branchen.
- Kompetenzaufbau und Weiterbildung: Ableitung von Lern- und Qualifizierungsbedarfen sowie Verknüpfung mit Weiterbildungs- und Transferangeboten.
- Transformation und Bauwissen: Einordnung von Projektergebnissen in Transformationsprozesse, Wissensmanagement und baubezogene Innovationskontexte.
Beispiel: Stuttgart Climate Tech Hub
Ein Beispiel für wissenschaftliche Begleitforschung ist die Begleitforschung zum Stuttgart Climate Tech Hub. Das Vorhaben entwickelt eine Multi-Projekt-Plattform und ein modulares Testfeld am Fraunhofer-Institutszentrum Stuttgart, um die Transformation zu einem möglichst klimaneutralen Forschungscampus zu unterstützen und neue FuE-Kooperationen mit Unternehmen in Baden-Württemberg zu ermöglichen. Die Begleitforschung adressiert unter anderem regulatorische Rahmenbedingungen, Geschäftsmodelle zur Skalierung sowie Pilot- und Transferformate.
Im Rahmen des Stuttgart Climate Tech Hub werden unter anderem regulatorische Rahmenbedingungen untersucht, nachhaltigkeitsorientierte und tragfähige Geschäftsmodelle entwickelt und die Durchführung von Piloten in Baden-Württemberg begleitet. Damit verbindet die Begleitforschung wissenschaftliche Analyse mit praktischer Umsetzung und unterstützt den Transfer von Forschungsergebnissen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.
Ihr Nutzen
Wissenschaftliche Begleitforschung ermöglicht eine reflektierte, unabhängige und praxisnahe Grundlage für die Steuerung, Weiterentwicklung und Verwertung Ihres Vorhabens. Sie gewinnen Orientierung in komplexen Transformationsprozessen, erkennen frühzeitig Hemmnisse und Potenziale und schaffen belastbare Grundlagen für Skalierung, Transfer und strategische Entscheidungen.
Mögliche Ergebnisse von Begleitforschung können unter anderem praxisorientierte Leitfäden, Fallstudien und Entscheidungshilfen sein, die als Inspiration und Grundlage für weitere Umsetzungen dienen können. Daneben können Kosten-Nutzen-Abwägungen und Szenarioanalysen erarbeitet werden, die unterschiedliche Handlungsoptionen systematisch gegenüberstellen – beispielsweise die Folgen von Handeln gegenüber Nicht-Handeln beim klimafreundlichen Sanieren oder die Abwägung unterschiedlicher Standard- und Qualitätsniveaus – etwa im Kontext von Gebäudetyp E – vor dem Hintergrund hoher Baukosten. Auf diese Weise hilft wissenschaftliche Begleitforschung dabei, Entscheidungen nachvollziehbar zu durchdenken, zu begründen und gegenüber relevanten Stakeholdern transparent zu kommunizieren.